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Angst

Trauma - Angst und Ohnmacht


Schwere Schicksalsschläge können zu andauernden seelischen Belastungen für die Betroffenen führen. Wenn man in einen schweren Unfall verwickelt wird, unerwartet einen geliebten Menschen verliert, eine schlimme Naturkatastrophe miterlebt oder vom Arzt eine Krebsdiagnose erhält, löst das einen Schock aus. Schnell ist in solchen Situationen der Begriff des Traumas ins Spiel. Bei traumatischen Erlebnissen durchleben die Opfer starke Gefühle von Ohnmacht, Hilflosigkeit und Entsetzen. Auf körperlicher Ebene geht ein traumatisches Ereignis mit einer akuten Stressreaktion einher - der Puls schnellt in die Höhe, es werden erhöhte Mengen Adrenalin und Cortisol ausgeschüttet, der Blutzuckerspiegel steigt. In einer solchen Situation werden häufig normale Verarbeitungsprozesse im Gehirn blockiert, so dass sich Unfallopfer oft nicht mehr daran erinnern können, was geschehen ist.

Bei einem traumatischen Erlebnis müssen sich Körper und Seele erst einmal mit dem schrecklichen Ereignis auseinander setzen. Häufig tauchen bestimmte Bilder im Zusammenhang mit Reizen, die eine Erinnerung an das Erlebte auslösen, immer wieder auf. Das kann beispielsweise ein bestimmtes Geräusch oder ein Geruch sein. Der Körper durchlebt dabei die gleiche panische Reaktion noch einmal. Früher waren Psychologen meist der Meinung, um das Erlebte vollständig verarbeiten zu können, müssten die Betroffenen mit therapeutischer Hilfe das schlimme Geschehen in allen Details noch einmal durchleben. Heute wird dagegen die Auffassung vertreten, die Konfrontation mit dem Thema solle möglichst schonend erfolgen.

Eine psychotherapeutische Behandlung von Trauma-Patienten zielt zunächst auf die Stabilisierung der Betroffenen ab. Anstatt dauernd das Angstzentrum des Gehirns zu reizen, soll das Erlebnis zuerst in übergeordneten Hirnstrukturen verarbeitet, eingeordnet und bewertet werden. Die Überwindung eines Traumas kann erst dann gelingen, wenn das schockierende Erlebnis wieder ins Denken eingeordnet wurde. Außer Gesprächen über das Erlebte werden auch andere Techniken und Therapiemethoden eingesetzt. Allen Methoden gemeinsam ist das Ziel, die Betroffenen an einen Punkt zu führen, an dem sie erkennen, dass ihnen zwar etwas Schlimmes widerfahren ist, dass sie aber in der Lage sind, es zu bewältigen.

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