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Immunsystem

Resilienz - die Widerstandskraft der Seele

Während einige Menschen von ihrem Immunsystem öfter einmal im Stich gelassen werden und deshalb häufiger erkranken als andere, weisen andere eine robuste Widerstandskraft gegen Krankheitserreger jeglicher Art auf. Diese Unterschiede gibt es auch auf seelischer Ebene: Manche Menschen hadern mit ihrem Schicksal, bei Rückschlägen stürzen sie in tiefe Verzweiflung. Andere scheinen gegen jede Art von Schicksalsschlägen immun zu sein und erweisen sich als Stehaufmännchen, die nach einer Niederlage nicht verzagen und von vorne anfangen oder etwas anderes, neues beginnen.

Resilienz nennt man die Fähigkeit, sich von extremen Stress-Situationen schnell zu erholen oder sogar gestärkt aus Krisen hervor zu gehen. Der Begriff stammt aus der Werkstoffphysik, wo Materialien als resilient gelten, die nach Momenten starker Spannung oder Belastung wieder ihren ursprünglichen Zustand einnehmen. Beim Menschen ist Resilienz eine Art seelischer Widerstandskraft, die bei etwa einem Drittel aller Personen dafür sorgt, dass sie schlimme Ereignisse und Erlebnisse gut verkraften und unbeschadet überstehen.

Resilienz ist keine angeborene Fähigkeit, sie wird im Laufe des Lebens erworben und kann durch verschiedene Faktoren gefördert werden. Diese Faktoren, die auch als Ressourcen bezeichnet werden, gehören vier verschiedenen Kategorien an: soziale Ressourcen, arbeitsbezogene Ressourcen, persönliche Kompetenzen und eine pro-aktive Grundhaltung.

Die Familie, Freunde und Kollegen sowie persönliche Berater wie auch Vorbilder, die Betroffenen bei der Bewältigung einer Krise beistehen, gehören zu den persönlichen Ressourcen, die Resilienz fördern können. Als arbeitsbezogene Ressource gelten unter anderem eine sinnstiftende berufliche Tätigkeit, materielle Absicherung und eine Aufgabenstellung, die zu den eigenen Fähigkeiten passt.

Als persönliche Kompetenzen, die Resilienz begünstigen, sind neben emotionaler Stabilität, Kontaktfähigkeit und Humor auch kognitive Kompetenzen zu nennen. Hierzu gehört Lernfähigkeit, die Fähigkeit zur Selbstreflexion sowie zur Neubewertung von Erfahrungen. Eine proaktive Grundhaltung bewirkt, dass Menschen das akzeptieren, was sie nicht ändern können und trotz schwieriger Begleitumstände danach trachten, ihr Leben bewusst zu gestalten. Sie sehen sich nicht als Opfer, sondern nehmen selbstverantwortlich Handlungsspielräume wahr.

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