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RACHE

Rachegelüste schaden uns selbst

Rachegefühle gehören zu den bittersten Emotionen überhaupt. Der starke Wunsch, sich an einem anderen Menschen für etwas rächen zu wollen, das dieser einem angetan hat, steht der Fähigkeit, vergeben und vergessen zu können, entgegen und ist extrem schädlich. Und zwar nicht nur für denjenigen, dem man sich weigert, zu verzeihen, sondern auch und vor allem für sich selbst. Das Bedürfnis, sich für erlittene Schmerzen oder für eine Demütigung zu rächen, ist durchaus nachvollziehbar. Rachegelüste führen jedoch keinesfalls dazu, dass man sich nach der erfolgten "Bestrafung" des Anderen wirklich besser fühlt, auch wenn man das gerne glauben möchte. Die Wahrheit ist, dass man in Wirklichkeit sich selbst bestraft, denn mit dem Gedanken an Rache wird auch der Gedanke an das, was uns angetan wurde, lebendig gehalten und ebenso der Schmerz, der damit verbunden ist.

Wenn ein Freund oder der Partner, ein Bekannter oder ein Kollege uns etwas Schlimmes angetan hat, fällt es schwer, einen kühlen Kopf zu bewahren. Wer zum Beispiel damit konfrontiert wird, dass sein Partner fremdgegangen ist, schon seit längerer Zeit ein heimliches Verhältnis hatte oder sich trennen möchte, ist unter Umständen für Rachegelüste sehr empfänglich. Darum erkennt er nicht, dass auch Menschen, deren Verhalten uns tief in unserem Inneren erschüttert, uns im Grunde einen Spiegel vorhalten. Am Scheitern einer Beziehung oder an einem Betrug trägt nämlich niemals nur einer alleine die Schuld. Wahrscheinlich hat man selbst in der Vergangenheit zu wenig Aufmerksamkeit auf das Miteinander gerichtet oder die Beziehung aus einem naiven Blickwinkel betrachtet, indem man offensichtliche Unstimmigkeiten einfach ausgeblendet hat.

Wer an seinen Rachegelüsten festhält, hindert sich im Grunde selbst daran, sich weiter zu entwickeln. Es ist beinahe so, als drehe man das Messer in der offenen Wunde wieder und wieder um. Wer es schafft, die Situation zu akzeptieren, wie sie ist, dem gelingt es besser, loszulassen und sich für neue Entwicklungen zu öffnen. Das gilt auch am Arbeitsplatz und im Freundeskreis: Wer in der Lage ist, sich gedanklich von einer belastenden Situation zu lösen und darauf verzichtet, Racheaktionen zu ersinnen, leidet unter weniger psychischen Belastungen.

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