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Frauenbewegung

Frauenquote - Besetzung von Spitzenpositionen

Seitdem die Grünen im Jahr 1979 als erste Partei in Deutschland eine Frauenquote bei der Belegung aller Parteiämter beschlossen, erhitzt das Thema regelmäßig die Gemüter. Bundeskanzlerin Angela Merkel zog sich im Frühjahr 2013 den Unmut zahlreicher Frauen und Männer zu, vor allem aus den Oppositionsreihen, weil sie sich gegen die von der EU geplante Frauenquote in Aufsichtsräten von Unternehmen einsetzte. Die Argumente der Befürworter und Gegner scheinen festgefahren, und es ist abzusehen, dass die Diskussionen noch eine Weile anhalten werden.

Als Argument für die Einführung von Frauenquoten in Organisationen und Unternehmen wird regelmäßig vorgebracht, dass Frauen die Hälfte der Bevölkerung stellen und ebenso gut ausgebildet seien wie Männer, darum stehe ihnen auch Chancengleichheit und Gleichberechtigung zu. Ein weiteres Argument lautet, dass sich durch einen höheren Frauenanteil das Betriebsklima in Unternehmen verbessere, da die von Männern geprägten Spielregeln sich mit mehr Frauen an der Spitze ändern. Zudem erzielen Unternehmen, bei denen die Führungsspitze aus Frauen und Männern bestehen, auch bessere wirtschaftliche Ergebnisse.

Allerdings liegt die Stärke von Frauen häufig nicht darin, ihre Erfolge auch zu kommunizieren, so dass sie weniger deutlich auf sich aufmerksam machen. Zudem existieren viele Karrierenetzwerke, zu denen vor allem Männer Zutritt haben. Da der Zugang für Frauen erheblich erschwert sei, könnten sie von diesen Netzwerken auch nicht profitieren, so die Argumentation der Befürworter einer Quote.

Auf der Seite der Quotengegner wird dagegen eingewendet, eine gesetzliche Quote sei ein Eingriff in die unternehmerische Freiheit. Das Geschlecht solle nicht das entscheidende Kriterium für die Besetzung von Spitzenpositionen sein, vielmehr müssten Qualifikation und Leistung zählen. Oft wird auch angeführt, in einigen Branchen und Unternehmen seien nicht ausreichend qualifizierte Frauen vorhanden, um eine Quote einhalten zu können. Und schließlich würden viele Frauen sich bewusst für Familie entscheiden und wollten gar keine Karriere machen. Die Diskussion wird wohl auch in den nächsten Jahren noch nicht verstummen.

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