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Steiner

Die Eurythmie ist schon 100 Jahre alt

Eurythmie, die auch als sichtbare Sprache bezeichnet wird, ist eine Bewegungskunst, bei der Sprache und Laute in Bewegung umgesetzt werden. Rudolph Steiner (1861 bis 1925), der Begründer der Anthroposophie und der Waldorfpädagogik, entwickelte die Bewegungsabläufe schon 1912. Die Bewegungsformen der Eurythmie, einem der Unterrichtsfächer in der Waldorfpädagogik, sind bis ins Detail ausgearbeitet und können durch Nachahmung erlernt werden. Es kommt aber auch vor, dass Menschen eurythmische Figuren ausführen, ohne sich dessen bewusst zu sein.

Steiner war der Ansicht, dass die Eurythmieformen aus ursprünglichen Bewegungen entstanden sind, die im menschlichen Bewusstsein schon immer angelegt waren. Ähnlich, wie der gesamte Kosmos aus Bewegung heraus entstanden ist, muss sich beim Entstehen eines jeden Lebewesens aus einer Bewegung heraus eine Ordnung bilden. Alle ursprünglichen Tanzbewegungen entstammen einer Nachahmung dieser Bewegung, doch haben sie sich in der modernen Zeit davon gelöst. In der Eurythmie wird die Gesetzmäßigkeit der Urbewegungen wieder aufgegriffen.

Heilpraktiker verordnen Patienten bei einigen Krankheitsbildern Heileurythmie als therapeutische Maßnahmen. Eurythmische Gebärden haben einen gesundheitsfördernden Einfluss und werden in Kursen auch von Berufstätigen erlernt und angewendet, weil sie die oft einseitigen Bewegungsabläufe am Arbeitsplatz harmonisieren möchten. Gemäß Steiners Anhängern soll die Beschäftigung mit Eurythmie zudem die soziale Kompetenz und Teamarbeit fördern, außerdem werden Verspannungen und Stress-Symptome abgebaut.

In den Waldorfschulen ist die Eurythmie in den Lehrplänen fester Bestandteil. Von der ersten bis zur sechsten Klasse werden die Kinder ein bis zwei Stunden wöchentlich in der Bewegungslehre nach Rudolph Steiner unterrichtet. Die beiden wichtigsten Bereiche sind die Laut- und die Toneurythmie. Zur Lauteurythmie gehören alle eurythmischen Bewegungen, die zu gesprochenen Texten, also Gedichten, Geschichten oder Theaterstücken ausgeführt werden. Bei der Toneurythmie orientieren sich die Bewegungen nach Musikstücken oder Gesang. Häufig werden Bälle, Stäbe oder Tücher verwendet, welche die Harmonie zwischen der Musik und der Bewegung zusätzlich betonen sollen. Außer in der Pädagogik und als Heilkunst findet die Eurythmie auch als darstellende Bewegungskunst Beachtung.

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