ZURÜCK
NEWS

Zuckerimitat regeneriert Nervenzellen

Forschern der Universität Basel ist es gelungen, Strukturen von Zuckermolekülen nachzuahmen, die eine wichtige Rolle beim Nachwachsen von Nervenzellen spielen. Das könnte eine Entwicklung sein, die unter anderem für Menschen mit einer schweren Verletzung des Rückenmarks neue Heilungschancen bedeutet.

Bei Verletzungen des Rückenmarks werden Nervenbahnen zerstört, die Reize vom Gehirn zu den Organen und Extremitäten leiten. So führt eine Schädigung des Rückenmarks zu einer teilweisen oder vollständigen Lähmung und dem Verlust von Empfindungen in Körperteilen unterhalb der Verletzung. Außer der physiotherapeutischer Behandlung gibt es bisher keine wirkungsvolle Therapie für Querschnittgelähmte.

Zwar versuchen Nervenfasern auch nach einer Verletzung im Zentralnervensystem, von allein nachzuwachsen. Doch spielen dabei hochkomplizierte Prozesse eine Rolle, die dem neuen Nervenwachstum teilweise entgegen wirken. Das Ziel der Baseler Mediziner ist es nun, die hemmenden Faktoren auszuschalten und damit den nachgeahmten Zuckermolekülen zum Sieg zu verhelfen. Man sucht daher jetzt vor allem nach einer Form für das Zuckerimitat, die es für den therapeutischen Einsatz als Arzneimittel geeignet macht.

Quelle: Informationsdienst Wissenschaft

Zucker  Zuckermoleküle  Rückenmarksverletzung  Querschnittslähmung  Nerven  Nervenwachstum  Nervensystem  Wiederherstellung von Nervenfasern  Regeneration  Zentralnervensystem 

2009-3-9

0 Kommentare

Kommentieren
Videos