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Verletzt Gentechnik auf dem Feld die Menschenrechte?

Via Campesina Brazil und die Gründerin der internationalen Aktion GEN-Klage aus Gauting bei München, Christiane Lüst, haben gemeinsam einen Bericht beim UN-Menschenrechtsausschuss der Vereinten Nationen in Genf eingereicht. Es geht darin um die folgenschwere Kultivierung von Gen-Soja der Firma Monsanto in Brasilien und die Haltung der dortigen Regierung dazu. Nach Ansicht der Beschwerdeführer werden massiv die wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Menschenrechte von brasilianischen Landwirten verletzt.

Entwaldung, mehr Pestizide, zerstörte Lebensgrundlagen von Kleinbauern, Sklavenarbeit, Landflucht und mehr Armut auf dem Land sind Auswirkungen der Sojamonokultur. Die Flächen für den eigenen Nahrungsanbau werden reduziert. Urwald wird in großen Mengen abgeholzt, um neue Industrieflächen zu gewinnen. Urwaldbewohner und Kleinbauern werden von Guerillas der Großgrundbesitzer oft mit Gewalt von ihrem Grund vertrieben oder ermordet. Die traditionellen bäuerlichen Gemeinschaften in der Nähe der riesigen Sojabohnen-Plantagen fanden ihre gesamte Ernte vernichtet, nachdem die angrenzenden Felder mit dem Pestizid ?Roundup Ready? besprüht waren. Dieses sogenannte Pflanzenschutz-Mittel vernichtet alle Pflanzen außer den speziellen, genmanipulierten Monsanto-Pflanzen.

Der UN-Ausschuss für wirtschaftliche, kulturelle und soziale Rechte hat aufgrund von Lüsts Berichterstattung im Mai 2008 erstmals die Einführung der Gentechnik in der Landwirtschaft als Menschenrechtsverletzung gerügt und eine Regierung aufgefordert, den Zugang der Bauern zum alten wiederverwendbaren Saatgut zu schützen und die Abhängigkeit von Konzernen zu beseitigen.

Quelle: Aktion GEN-Klage

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2009-5-30

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