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Übergewichtigen Männern droht Hormonmangel

Das GeschlechtshormonTestosteron wird beim Mann ab 40 langsam weniger. Das ist ein natürlicher Vorgang, der grundsätzlich wenig Anlass zur Besorgnis gibt. Nach neuesten Erkenntnissen scheinen sich aber ein unnatürlich frühes und drastisches Sinken des Hormonspiegels bei Männern und Übergewicht gegenseitig zu bedingen. Es existiert offensichtlich ein Teufelskreis aus niedrigem Testosteron, vermehrtem Fettgewebe und den damit verbundenen Stoffwechsel-Störungen.

Testosteron beeinflusst beim Mann nicht nur Sexualität und Psyche. Es regt den Aufbau von Muskeln und Knochen an und verringert die Fettmasse. Testosteron und der Zucker- und Fettstoffwechsel beeinflussen sich demzufolge: Fettleibige und Diabetes kranke Männer weisen häufig niedrige Testosteron-Werte auf. Insbesondere das Bauchfett und damit ein ungünstiges Verhältnis von Taillenumfang und Körpergröße, die "Waist-Height-Ratio (WHtR)", spielt hierbei eine Rolle.

Mehr als die Hälfte der Männer im Alter von 30 bis 50 Jahren und fast drei Viertel der 50- bis 70-Jährigen ist heute übergewichtig. Jeder fünfte Patient in der Hausarztpraxis leidet unter Testosteron-Mangel. Nur eine dauerhafte Gewichtsabnahme kann den Teufelskreis durchbrechen. Da dies aber offenbar nur wenigen betroffenen Männern wirklich gelingt, prüfen Wissenschaftler jetzt, ob eine Behandlung mit Testosteron hier helfen kann.
Die Entscheidung für eine solche Therapie muss in jedem Fall vom Facharzt sorgfältig auf den Einzelfall abgestimmt sein.

Quelle: Informationsdienst Wissenschaft

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2009-4-6

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