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Schnarchen kann lebensgefährlich werden

Den meisten Schnarchern droht keine größere Gefahr, als der Unmut ihrer ruhebedürftigen Mitmenschen. Wird das Schnarchen dauerhaft laut, ist unregelmäßig und durch längere Atemaussetzer gekennzeichnet, dann ist Aufmerksamkeit geboten. So zeigt sich nämlich eine zugrunde liegende Erkrankung, die sogenannte Schlafapnoe.

Unregelmäßige Schlafatmung rückt zunehmend ins Interesse der Wissenschaft, da ein starker Zusammenhang mit Gehirnschlag, Herzinfarkten und anderen Herz-Kreislauf-Erkrankungen erkennbar ist. Herzspezialisten warnen, tiefes Schnarchen sei ebenso ein Risikofaktor für das Herz-Kreislaufsystem wie Rauchen, Diabetes, hoher Blutdruck und die erbliche Belastung.

Mediziner unterscheiden zwischen verschiedenen Schnarchtypen. Beim normalen, regelmäßigen Schnarchen, das jeden vierten Erwachsenen betrifft, wird die Zunge in der Rückenlage im Rachenraum zu weit nach hinten gedrückt und gerät durch die vorbeiströmende Luft in Schwingungen. Wird aber der Rachenraum völlig verschlossen und der Luftstrom unterbrochen, macht dies das Atemgeräusch entsprechend lauter. Der Verschluss der Atemwege bewirkt Atempausen von zehn Sekunden und länger, was die Sauerstoffzufuhr vermindert. Dies führt im Gehirn zu einer lebenswichtigen Weckreaktion, die das Ersticken verhindert. Erst bei solchen Erscheinungen wird Schnarchen zur gesundheitsgefährlichen Schlafapnoe.

Zwar ist Schlafapnoe eine Männerkrankheit, doch auch Frauen bleiben nicht verschont. Bei Frauen wird Apnoe oft übersehen, da bei ihnen typische Krankheitssymptome weniger oft auftreten und Leiden wie Kraftlosigkeit oder Depressionen oft den Beschwerden der Wechseljahre zugeschrieben werden, vermutet Mediziner.

Quelle: pressetext.deutschland

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2009-3-16

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