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Dick und allein

Kinder und Jugendliche essen zu viel, zu fett, zu süß und sie haben zu wenig Bewegung. Das Übergewicht ist damit unweigerlich vorprogrammiert. Übergewicht und Fettleibigkeit bei unseren Kindern und Jugendlichen haben in den vergangenen Jahren in Deutschland stark zugenommen.

Dicke Kinder, so das Ergebnis einer Studie, sind eine Folge der gesellschaftlichen Modernisierung, wobei Übergewicht maßgeblich durch das Auseinanderfallen sozialer und kultureller Strukturen begünstigt wird. Insbesondere dem Zerfall der Familie.

In nicht wenigen Fällen wirkt das familiäres Umfeld problemverschärfend, dass die Kinder und Jugendliche nur unzureichend auf das Leben vorbereitet werden.
Die Kinder werden häufig sich selbst überlässt. Kenntnisse zur Etablierung eines gesunden Lebensstils werden nur mangelhaft vermittelt

In den betroffenen Familien isst jeder, wann, wo und was er will. Gemeinsame Freizeitgestaltung gibt es nicht und der Computer und Spielkonsole sind attraktiver als das Spiel im Freien.

Dass Abmagerungskuren bei solchen Verhaltensmustern und in einem Übergewicht fördernden Umfeld keinen Erfolg versprechen und einmal verlorene Pfunde schnell wieder gewonnen sind, liegt auf der Hand.
Die Forscher appellieren entschieden für die bis heute umstrittene Ampel-Kennzeichnung besonders der fett- oder zuckerhaltigen Lebensmittel. Die Kennzeichnung hat weniger den Effekt, dass wir diese Kennzeichen nutzen, um unser Einkaufverhalten zu ändern, sondern vielmehr die indirekt,
dass es sich Firmen nicht leisten können, viele rote Produkte im Regal zu haben und daher von sich heraus auf gesündere Nahrungsmittel umstellen.

Quelle: Ursula Zitzler Informationsdienst Wissenschaft

Fettleibigkeit  Adipositas Kinder  Familie 

2010-2-6

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