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Cholesterinwerte - wann sind sie wirklich kritisch?

Messungen des Cholesterinspiegels gehören heute zur ärztlichen Routine. Denn das gilt als allgemein anerkannt: Ungünstige Cholesterinwerte im Blut schaden den Blutgefäßen und erhöhen so die Gefahr für Herz-Kreislauf-Krankheiten! Allerdings lässt sich dieses Risiko nicht allein an verallgemeinerten Obergrenzen messen. Denn was für den Einzelnen ein wirklich kritischer Grenzwert sein kann, hängt stark vom individuellen Gesundheitszustand ab. Cholesterin-Obergrenzen für gesunde Menschen ohne Risikofaktoren unterscheiden sich deshalb erheblich von denen, die für Patienten mit Herz- oder Gefäßleiden als akzeptabel eingestuft werden.

Die Deutsche Herzstiftung empfiehlt folgende Obergrenzen für Gesamt- und LDL-Cholesterin: Bei Gesunden ohne Risikofaktoren für eine Herz-Kreislauf-Erkrankung: 240 mg/dl für das Gesamtcholesterin und 160 mg/dl für das LDL-Cholesterin.

Bei Gesunden mit Risikofaktoren (wie Herz- und Gefäßleiden bei Verwandten ersten Grades, Übergewicht, Bewegungsmangel, Nikotinkonsum oder erhöhtem Blutdruck): 200 mg/dl für das Gesamtcholesterin und 130 mg/dl für das LDL-Cholesterin.

Bei Herz-Kreislauf-Patienten (z.B. mit koronarer Herzkrankheit oder Herzinfarkt) und Diabetikern sollte ein Gesamtcholesterin von unter 150 mg/dl und ein LDL-Cholesterin von deutlich unter 100, möglichst sogar unter 70 mg/dl angestrebt werden.

Quelle: Informationsdienst Wissenschaft

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2009-3-18

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