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PARKINSONPARKINSON

Parkinson - drei mögliche Ursachen

Eines haben viele Nervenkrankheiten wie Alzheimer, Chorea Huntington oder die Parkinson-Krankheit gemeinsam - das Sterben von Nervenzellen in bestimmten Gehirnregionen. Doch die Ursachen dieser Krankheiten sind der Wissenschaft immer noch ein Rätsel. Therapiemöglichkeiten gibt es wenige. Alle bereits bestehenden Therapien können lediglich den Verlauf der Krankheit hinauszögern, nicht jedoch die Krankheit selbst bekämpfen.

Im Laufe der letzten zehn Jahre wurden mehrere Gene gefunden, welche die Entstehung der erblichen Form der Parkinson-Krankheit unterstützen. Im Zuge dessen konnte aufgezeigt werden, dass durch Nervenwachstumsfaktoren wie dem so genannten GDNF die Sterblichkeit betroffener Nervenzellen verringert werden kann. Diese mögliche neue Therapie durch GDNF und ähnliche Wachstumsfaktoren befindet sich jedoch noch in der Testphase, da sich die geweckten Hoffnungen auf ein besseres Verständnis der Krankheit bislang nicht erfüllt haben.

Das empfindliche Hirngewebe, welches die betroffenen Nervenzellen umgibt, macht eine detaillierte Ursachenforschung am Menschen unmöglich, weshalb die Wissenschaft im Zuge der Erforschung der molekularen und zellulären Vorgänge bei der Entstehung von Parkinson weitestgehend auf Tiermodelle angewiesen ist. Mithilfe der bisher entwickelten Parkinson-Modelle konnte in den krankheitsrelevanten Gehirnregionen jedoch bislang meist kein nennenswertes Zellsterben festgestellt werden. Somit konnten Funktion und Wirkung der gefundenen Gene noch nicht zu Genüge untersucht werden.

Das Martinsrieder Max-Planck-Institut für Neurobiologie in Kooperation mit dem Zentrum für Molekulare Neurobiologie Hamburg und dem Helmholtz-Zentrum in München fanden nun in einem Tiermodell heraus, dass, um ein parkinsonähnliches Nervenzellsterben zu erzeugen, drei Bedingungen zusammenkommen müssen: Ein defektes Gen (im Versuch das Gen DJ-1), mangelnde Versorgung mit dem Wachstumsfaktor GDNF und der Alterungsprozess der Tiere.

Mitschuld daran tragen verschiedene Umwelteinflüsse, die eine Rolle bei der Verfügbarkeit von Wachstumsfaktoren übernehmen. Wie die Umwelt jedoch genau Einfluss nimmt auf solche genetischen Faktoren, ebenso wie die Rolle des Alterns, müsse erst noch verstanden werden, um so möglicherweise Behandlungsmethoden oder Wege zur Vorbeugung zu entwickeln, meint der Leiter der Studie.

Ein Zusammenwirken zwischen Wachstumsfaktorsignalen und dem Gen DJ-1 innerhalb einer Zelle entstanden vermutlich bereits in der frühen Entwicklungsgeschichte, das zeigten zusätzliche Untersuchungen an der Fruchtfliege Drosophila. Möglicherweise könnte durch diese Erkenntnis eine neue Therapie entwickelt werden, die dem Fortschreiten der Krankheit durch gezielte Gabe von GDNF bei Patienten mit bestimmten Gendefekten besser entgegenwirkt.


Quelle: Chirurgie Portal

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