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Herz

Herzmuskelentzündung verläuft oft unbemerkt

In der kalten Jahreszeit steigt das Gripperisiko. Nach Erkältungen und anderen Virusinfekten, zum Beispiel Durchfallerkrankungen, lauert aber auch noch eine weitere, schlimmere Gefahr, nämlich an einer Herzmuskelentzündung zu erkranken. Zwar nimmt diese in den meisten Fällen einen guten Verlauf und heilt ohne weitere Folgen aus, in schweren Fällen kann es jedoch auch durch Herzrhythmusstörungen oder einen chronischen Verlauf, der zu einer eingeschränkten Pumpfunktion des Herzens führt, zum Tod kommen.

Das Tückische an einer Herzmuskelentzündung oder Myokarditis ist, dass meist nur leichte oder aber überhaupt keine Beschwerden auftauchen. Zeigen sich Symptome, dann äußern sie sich in Form von Atemnot, Herzrasen, eventuell stechenden Schmerzen im Brustkorb oder als Blässe oder eine bläuliche Verfärbung der Haut aufgrund der mangelnden Sauerstoffversorgung. Weitere mögliche Symptome sind Herzrhythmusstörungen oder Flüsssigkeitsansammlungen in den Beinen. Da Leistungsschwäche und Müdigkeit auch zu den typischen Begleiterscheinungen einer Grippe gehören, misst man ihnen normalerweise keine besondere Bedeutung zu. Treten allerdings mehrere der genannten Faktoren gleichzeitig auf, sollte man zur Sicherheit den Hausarzt ansprechen. Dieser wird im begründeten Verdachtsfall eine Überweisung zum Herzspezialisten ausstellen. Eine Blutprobe, ein EKG und ein Echokardiogramm geben Aufschluss darüber, ob das Herz angegriffen ist.

Die Behandlung einer Herzmuskelentzündung besteht vor allem in körperlicher Schonung. Vorsichtshalber sollte man während einer Grippeerkrankung, ebenso wie während und nach anderen Infekten vollständig auf Sport und andere körperliche Belastungen verzichten, ebenso sind Alkohol und Nikotin tabu. Vor allem nach hohem Fieber sollte man abwarten, bis der Arzt grünes Licht dazu gibt, wieder voll ins Tagesgeschehen einzutauchen. Herzmuskelentzündungen können grundsätzlich in jedem Alter auftreten, bei kleinen Kindern also ebenso wie bei älteren Menschen. Wird die Erkrankung nicht diagnostiziert und bleibt unbehandelt, kann es zu Komplikationen kommen. In manchen Fällen verbleiben die auslösenden Viren im Herzmuskel, so dass die Krankheit einen chronischen Verlauf nimmt. Die chronische Herzmuskelentzündung kann eine Herzvergrößerung hervorrufen, die mir einer dauerhaften Beeinträchtigung der Pumpfunktion des Herzens einhergeht.



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