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Die Zeckensaison beginnt

Sonne und Frühlingshafte Temperaturen treiben nicht nur die meisten Menschen aus den Häusern in die freie Natur, sondern auch bestimmte Insekten, die jedes Jahr aufs Neue nicht nur gefürchtet sind, sondern auch so manches Opfer fordert. Die Zecken gehören zur Gattung der Milben und zeichnen sich nicht nur durch ihr Blutsaugende Eigenschaft aus, dagegen vielmehr auch als Überträger zweier Krankheitserreger. Die Borreliose und die FSME sind beide Erkrankungen die erst durch Zecken übertragen werden und mitunter sogar einen tödlichen Verlauf nehmen können.

In vielen Gebieten Europas ist die Zeckengefahr besonders hoch, so etwa auch in Deutschland im Schwarzwald oder am Bodensee. Wider der allgemeinen Annahme fallen die Zecken nicht von den Bäumen auf ihre Opfer, sondern warten lieber in einer gemächlichen Art auf Büschen oder auch im Gras. Denn Zecken sind nicht die schnellsten Insekten, eine Tatsache die gerade beim Menschen durchaus dazu führen kann, diese bissigen Tierchen rechtzeitig vom Körper entfernen zu können, denn mitunter benötigen Zecken einige Stunden bis sie bei ihrem \"Fressplatz\" angekommen sind.

Haben sie es dann doch geschafft saugen sie sich fest und können mit ihrem Speichel die Borreliose-Erreger oder auch den FSME-Virus übertragen. Während der Erreger der Borreliose die Nerven angreifen, stürzt sich der FSME-Virus mit Vorliebe auf das Gehirn und kann dort eine Hirnhautentzündung auslösen. Rund ein Drittel der Betroffenen Menschen bekommen eine schwere Hirnhautentzündung, die durchaus im Tod enden kann, besonders auch dann, wenn nicht schnell gehandelt wird. Zwei Drittel der gebissenen Menschen dagegen zeigen zumeist \"nur\" die Symptome einer Grippe auf, so dass man selten einen Zeckenbiss damit in Verbindung bringt. Besonders aktiv sind die Zecken zwischen März und Oktober. Schützen kann man sich durch eine rechtzeitige Impfung, die am besten im Winter durchgeführt werden sollte.

Ergänzend sollte man sich bei Spaziergängen und Aufenthalten im Freien durch geschlossene Kleidung schützen und sich und seine Familienmitglieder auf mögliche Zecken untersuchen. Hat man dann tatsächlich eine entdeckt, sollte man diese weder mit Kleber ersticken wollen noch mit Öl, denn in ihrem Todeskampf gibt sie noch mehr an Speichel ab und erhöht dadurch die Gefahr einer Infizierung um ein Vielfaches. Besser ist es entweder eine Zeckenzange zu nützen oder auch diese von einem Arzt entfernen zu lassen.

Quelle: Chirurgie Portal

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