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GICHTGICHT

Bevor das Zipperlein plagt - Gichterkrankungen vermeiden

Heftig ziehende Gelenkschmerzen und entzündlich gerötete Haut sind Anzeichen eines Gichtanfalls. Männer leiden zehnmal häufiger als Frauen unter der Stoffwechselerkrankung, welche auf einem erhöhten Harnsäurespiegel beruht, der durch ungünstige Ernährung begünstigt wird. Früher galt Gicht als typische Erkrankung in wohlhabenden Kreisen, durch die geänderten Lebensbedingungen ist sie heute jedoch in allen Bevölkerungsteilen verbreitet.

Neben einer erblichen Veranlagung sind es vornehmlich Ernährungsgewohnheiten, die den Ausbruch der Krankheit begünstigen. Als vorrangige Auslöser gelten der hohe Konsum von Fleisch und Alkohol, weiterhin können jedoch auch körperliche Anstrengungen, Medikamenteneinnahme und Blutverlust zu Gichtanfällen führen. Bei Gichtkranken wird die Harnsäure nur unzureichend über die Nieren ausgeschieden, weshalb eine Behandlung immer die Senkung der Harnsäurekonzentration im Körper zum Ziel hat. Dies lässt sich weitgehend durch eine purinarme Ernährung erreichen.

Purine, die im Stoffwechsel zu Harnsäure abgebaut werden, sind in besonders hohem Maße in Innereien, Muskelfleisch und Wurst enthalten. Daher ist zur Senkung des Harnsäurespiegels die Umstellung der Ernährung in der Weise erforderlich, dass die betreffenden Lebensmittel nur noch selten oder gar nicht mehr auf dem Speiseplan stehen. Auch einige pflanzliche Lebensmittel wie Hülsenfrüchte enthalten größere Mengen an Purinen und sollten daher nur in eingeschränktem Umfang verzehrt werden. Völlig frei von Purinen sind Milch und Milchprodukte, Fette und Öle, Honig, Kürbis und einige Obstsorten.

Auch die Lagerung und Zubereitung der Lebensmittel hat Einfluss auf den Puringehalt: länger gelagertes Fleisch erhöht den Harnsäurespiegel im Blut ebenso wie gelagerter Fisch stärker als frische Ware. Beim Kochen geht ein Teil der Purine ins Kochwasser über, daher ist Kochen günstiger als Braten. Da Alkohol ebenfalls für das Ansteigen der Harnsäurekonzentration im Blut sorgt, sollten Gichtkranke ihren Alkoholkonsum einschränken. Entgegen früheren Empfehlungen muss auf Tee, Kaffee und Kakao jedoch nicht verzichtet werden. Die Getränke enthalten zwar ebenfalls Purine, diese werden jedoch im Körper nicht zu Harnsäure abgebaut.

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