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Altersblindheit - wie kommt es dazu?

Eine altersabhängige Makuladegeneration, auch als Altersblindheit bekannt, begründet sich zum größten Teil in den genetischen Veranlagungen und unterliegt somit der Klassifikation der vererbten Erkrankungen. Bereits seit dem Jahr 2005, konnten durch unterschiedliche Untersuchungen und Studien eine Reihe von Genvarianten entschlüsseln, die bei dem Träger der selbigen das Risiko erhöht eine Altersblindheit zu bekommen. Auf den Verlauf der Makuladegeneration selbst jedoch, haben diese Genvarianten nicht. Für Betroffene der Altersblindheit ist diese Erkenntnis weniger positiv, denn wurde bislang die Hoffnung gehegt mit Medikamenten die Erbanlagen beeinflussen zu können, erweisen sich die aktuellen Ergebnisse als negativ für solch eine Hoffnung.

Unter der Leitung der Universität Bonn wurde die Studie unter der Mitwirkung von 619 an einer altersbedingten Makuladegeneration erkrankten Personen, sowie einer aus 612 Teilnehmern bestehende Kontrollgruppe aus Nichterkrankten durchgeführt. Untersucht wurde über einen Zeitraum von drei Jahren, mit welcher Geschwindigkeit eine geografische Atropie, eine Spätfolge der Erkrankung, sich ausbreitete. Um zu einem Ergebnis zu gelangen, wurde bei jeder Untersuchung Aufnahmen der Netzhaut angefertigt und diese in der Folge vermessen. Parallel zu diesen Untersuchungen, wurden von Wissenschaftlern des Instituts für Humangenetik der Uni Regensburg, das Erbgut der Patienten analysiert. Bestätigt werden konnte durch die Untersuchungsreihe, dass ein Erkrankungsrisiko sehr eng mit den identifizierten Erbfaktoren verbunden ist, jedoch die Genvarianten keinen Einfluss auf die schnellere oder langsamere Schädigung im Auge ausüben.

In Deutschland sind rund 4,5 Millionen von einer AMD (altersbedingten Makuladegeneration) betroffen. Tückisch an dieser Augenerkrankung ist, dass sie oftmals recht spät erkannt wird, da zu Beginn keine Sehstörungen auftreten. Diese werden jedoch mit verlaufender Zeit deutlich, da sich genau die Stelle im Auge betroffen aufzeigt, die als die schärfste zum Sehen auf der Netzhaut gilt. Mit einem Fortschreiten der Altersblindheit nimmt nach zu nach die Sehkraft ab, um schlussendlich in einer Blindheit zu enden und die Betroffenen somit zu einem Pflegefall zu machen.

Quelle: Portal der Augenmedizin

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