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Umwelt

Umweltschutz - weit mehr als Romantik

In Deutschland wird vergleichsweise viel für den Erhalt der biologischen Vielfalt getan, und doch ist ein Großteil der typischen natürlichen Lebensräume hierzulande gefährdet, vor allem durch die intensive Landnutzung und die Zersiedelung der Landschaft. Mehr als 100 Hektar Land werden Tag für Tag für den Straßen- und Siedlungsbau verbraucht, das entspricht rund 150 Fußballfeldern. Um die Zerstörung der biologischen Vielfalt aufzuhalten und im Rahmen einer nachhaltigen Entwicklung ist es also wichtig, dem Naturschutz Raum zu geben. Tatsächlich stehen nur knapp vier Prozent der Landesfläche in Deutschland unter Naturschutz.

Der Gedanke des Naturschutzes entstand im Zeitalter der Romantik, seine ersten Verfechter wurden von einer Sehnsucht nach einer harmonischen und intakten Landschaft und nach Ästhetik angetrieben. Prachtvolle Felsengruppen und schöne Gebirgs- und Flusstäler waren die Ideale der Väter des Naturschutzes, während Steinbrüche, Eisenbahnlinien und Wasserkraftwerke als Bedrohung angesehen wurden. Naturschutz ist auch heute noch mit einer gewissen Romantik verbunden, denn es geht dabei immer um Relikte der Vergangenheit, um selten Gewordenes und Schützenswertes. Dennoch hat ein deutlicher Wertewandel stattgefunden, denn teilweise gelten die damals als bedrohliche Elemente eingestuften Landschaftsteile heute als schützenswert oder sind gar zu Naturdenkmälern deklariert worden.

Naturschutz wurde und wird meist als ein Bereich beschrieben, indem der Mensch gestaltend und regulierend eingreift, so hat die Landschaftspflege sich im Lauf des 20. Jahrhunderts zu einem wichtigen Instrument des Naturschutzes entwickelt. Seit den 1970er Jahren gewinnt die Ökologie in Belangen des Naturschutzes eine immer wichtigere Bedeutung, der Mensch begreift allmählich, dass Umweltkatastrophen wie beispielsweise Überschwemmungen zum großen Teil auf seine Eingriffe in natürliche Abläufe zurückzuführen sind. Spätestens seit der Konferenz von Rio im Jahre 1992 haben die Diskussionen um Naturschutz weltweit an Lebhaftigkeit gewonnen; durch die Formulierung nachhaltiger Ziele sind ökologische Bestrebungen heute eng mit ökonomischen und sozialen Themen verknüpft.

Naturschutz geht jeden Einzelnen von uns an, und es ist erstrebenswert, dass auch Kinder schon von klein auf an das Thema heran geführt werden. Zahlreiche Projekte des Bundes und verschiedener Umweltorganisationen dienen dem Ziel, Kindern und Jugendlichen Wissen über Natur und Umwelt zu vermitteln. Denn je mehr biologische Vielfalt durch unbedachtes Handeln des Menschen verloren geht, umso weniger Natur werden künftige Generationen erleben können.

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