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Überfischung

Überfischung im Senegal - erste Erfolge für Greenpeace

Seitdem die riesigen Supertrawler in den Gewässern vor den afrikanischen Küsten nicht mehr fischen dürfen, erholen sich die Fischbestände allmählich. Auch Statistiken über die Fangmengen der heimischen Fischer bestätigen, dass sie wieder mehr in ihren Netzen finden. Für Greenpeace ist dies ein grandioser Erfolg.

Im April 2012 hatte der senegalische Präsident Macky Sall die Lizenzen für ausländische Fischereibetriebe aufgekündigt, um wirkungsvoll gegen die Überfischung der heimischen Gewässer anzugehen. Bislang waren vor der Küste mehr als hundert lange Schiffe gekreuzt, in denen jeweils mit Leichtigkeit mehr als zehn Jumbojets Platz gefunden hätten. Diese hatten die lokalen Fischbestände drastisch dezimiert, von denen die afrikanischen Kleinfischer abhängig sind. Seit Jahren hatten die Fischer über zurückgehende Fangmengen geklagt und auf die Verelendung dieses wichtigen Sektors der Senegalischen Wirtschaft aufmerksam gemacht.

Die ausländischen Trawler der heimischen Gewässer zu verweisen, war eine erfolgreiche Maßnahme, wie sich jetzt zeigt. Bei Greenpeace Senegal freut man sich über die gute Nachricht der sich nun entspannenden Lage. Da die Entscheidung des Präsidenten auch auf die Arbeit der afrikanischen Greenpeace-Sektion zurückzuführen ist, hofft man nun, dass die neue senegalische Regierung auch ein langfristiges Fischerei-Management in Angriff nimmt.

Zahlreiche große Fischtrawler wurden einst mit europäischen Steuermillionen subventioniert und können in heimischen Gewässern längst nicht mehr effizient eingesetzt werden. Anstatt die Schiffe zu verschrotten, suchen die Reeder in anderen Teilen der Welt nach Einsatzmöglichkeiten. Und die hierfür erforderlichen Lizenzen werden ihnen längst nicht überall verwehrt.

Greenpeace eröffnete Anfang 2011 ein Büro in Senegal. Monatelang machten sie auf die Überfischung aufmerksam und sammelte Unterschriften gegen die Überfischung in den westafrikanischen Gewässern. Im Februar und März fanden vor Ort einige Demonstrationen und Aktionen rund um das Greenpeace-Schiff >>Arctic Sunrise<< statt, bei denen sich Aktivisten gegen die ausländischen Trawler stark machten. Vor der Wahl im März fanden Gespräche mit dem Präsidentschaftskandidaten Macky Sall statt, der ein Engagement gegen die Überfischung zusagte. Letztendlich hat sich wieder einmal der lange Atem von Greenpeace ausgezahlt.

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