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Slow Food

Slow Travel - Langsam Reisen

Dan Kieran, Mit-Herausgeber des britischen Magazins The Idler, das sich mit alternativen Arbeits- und Lebensweisen beschäftigt, hat mit Slow Travel ein Buch geschrieben, bei dem es auch, aber nicht allein ums Reisen geht. Das Reisen ist lediglich ein Beispiel für ein bewussteres und intensiveres Leben, wie es auch die Anhänger der Slow Food - Bewegung propagieren.

Dan Kieran hat in London mit dem langsamen Reisen begonnen, wo er täglich mit der U-Bahn unterwegs war, bis er feststellte, dass er von der Stadt beinahe nichts kannte außer die Umgebung seiner Wohnung und die seiner Arbeitsstelle. So geht es wohl vielen Pendlern, Kieran fühlte sich von dieser Entdeckung jedoch veranlasst, fortan mit dem Bus zu fahren. Nun lernte er London besser kennen, doch er wendete dieses Prinzip von nun an auch auf Fernreisen an und reiste mit dem Zug anstatt mit dem Flugzeug. Viele Menschen haben mit dem Interrail-Ticket die gleichen Erfahrungen gemacht wie Kieran auch auf seinen Reisen: Man lernt Menschen kennen und kommt mit ihnen ins Gespräch. Selbst, als er nach Polen zu einer Hochzeit eingeladen war, fuhr er mit dem Zug, während seine Freunde flogen. Im Nachhinein stellte er fest, dass sie, die ihn ausgelacht hatten, sich durch die kurze Reise kein bisschen verändert hatten. Kieran aber, der einen Tag und eine Nacht unterwegs war, hatte beim Blick aus dem Zugfenster vieles entdeckt und auf der Reise viele Gespräche geführt, so dass er bei seiner Ankunft in Warschau nicht mehr mit den Gedanken in London war.

Der Autor berichtet von Erkundungen, die er zu Fuß in seiner Heimat in Neuengland machte, in einer Landschaft, durch die er bislang immer nur mit dem Auto gedüst war. Zusammen mit Freunden begab er sich auf eine abenteuerliche Reise durch England, bei der ein alter, batteriebetriebener Milchwagen als Gefährt diente. Ihr Fortbewegungsmittel sorgte dafür, dass sie immer schnell im Zentrum der Aufmerksamkeit standen; die Freunde erfuhren viel Hilfsbereitschaft und brauchten nie den Strom für ihren fahrbaren Untersatz bezahlen, der täglich über mehrere Stunden an einer Herdsteckdose aufgeladen werden musste.

Kieran ermuntert seine Leser, das Wesen des Reisens wieder zu entdecken, das im zufälligen Entdecken ohne die Verwendung eines Reiseführers liegt. Gleichzeitig warnt er davor, Reisen als den Konsum eines Produktes zu erleben, das mit diesem ursprünglichen Sinn eigentlich nichts mehr zu tun hat. Heutige Pauschalreisen bieten im Grunde keine wirklichen Erlebnisse mehr, sie bieten heimischen Standard und die Küche, die wir von daheim kennen, dazu vielleicht ein paar Sehenswürdigkeiten und besseres Wetter.

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