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Organe

Organe aus dem Drucker

In Deutschland warten derzeit rund 11.000 Menschen auf ein Spenderorgan, doch standen in den letzten Jahren nie mehr als 1.200 Organspender zur Verfügung. Im Jahr 2012, nach dem Göttinger Organspender-Skandal, waren es gar nur etwa 1.000 Spender. In erster Linie sind es Nieren, die benötigt werden, nämlich 8.000 pro Jahr. Das sind dreimal so viele, wie vermittelt werden können. Um die Chance zum Überleben möglichst schnell nutzen zu können, sind zahlungskräftige Menschen bereit, sehr viel Geld zu bezahlen, weshalb der illegale Handel mit menschlichen Organen für die Händler ein sehr lukratives Geschäft ist. Die rettende Lösung könnte aus China kommen, denn dort arbeitet man an der Reproduktion von Organen mit Hilfe von 3D-Druckern.

Was sich zunächst wie ein Science Fiction anhört, ist dem Gewebezüchter Xu Mingen unter Verwendung eines umfunktionierten Tintenstrahldruckers gelungen: Aus Millionen gezüchteter Nierenzellen hat er menschliche Miniatur-Nieren in einem Hydrogel in Form gedruckt. Diese sind in der Kulturschale bis zu vier Monate lang lebensfähig und sind sogar in der Lage, Urin zu produzieren und Blut zu filtern. Bis sich mit der Drucktechnik des Forschers der Huazhong Universität in der Provinz Zhejiang aber die Hoffnung tausender Patienten auf ein Spenderorgan erfüllen lassen, ist es noch ein weiter Weg.

Doch die Arbeit des Forscherteams aus China ist ein wichtiger Schritt in eine hoffnungsvolle Zukunft für alle Patienten, die auf Organspenden angewiesen sind. Die Technologie des 3D-Druckers ist ein Durchbruch auf dem Gebiet des Druckens von organischem Material. Das verwendete Material, mit dem die Organe Schicht um Schicht gedruckt wurden und das aus gezüchteten menschlichen Nierenzellen besteht, wird auch Bio-Tinte genannt. Wenn die Technologie ausgereift genug ist, was schätzungsweise in nur zehn bis 15 Jahren der Fall sein dürfte, könnte sie dazu beitragen, dass der illegale Handel mit Organen vollkommen zum Erliegen kommt. Inzwischen sind Gewebezüchter weltweit in der Lage, mit umfunktionierten Tinten- und Laserstrahldruckern verschiedene menschliche Gewebe und Organe zu drucken.

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