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Nachhaltigkeit

Neue Windparks für Deutschland

Bis zum Jahr 2020 soll in Deutschland der Anteil erneuerbarer Energieträger an der Stromerzeugung mindestens 35 % betragen, so sieht es das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) vor. Der größte Anteil der erforderlichen Ausbaumaßnahmen soll hierbei auf die Windenergie entfallen, und während bislang Windparks an Land einen beträchtlichen Anteil an den regenerativen Energiequellen hatten, sollen in Zukunft verstärkt Offshore-Anlagen eine wesentliche Rolle bei der Stromerzeugung spielen. Windparks an Land werden aber ebenfalls von Bedeutung bleiben, wobei neben der Installation neuer Anlagen auch das Repowering zum Ausbau der Windenergie beiträgt: Hierbei werden ältere und weniger leistungsstarke Anlagen durch neue, leistungsfähigere ersetzt.

Beim Ausbau der Windenergie an Land sind die Flächen, die zur Errichtung von Windparks zur Verfügung stehen, begrenzt. Die Bundesregierung hat daher bereits 2011 zusammen mit den Ländern die Bund-Länder-Initiative Windenergie (BLWE) gegründet, die seither im regelmäßigen Turnus zusammentritt. Die Initiative, an der die für die Windenergie und Raumordnung zuständigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Ministerien des Bundes und der Länder teilnehmen, begleitet unter anderem eine bundesweite Windpotenzialstudie des Umweltbundesamtes. Sie weist neue Eignungs- und Vorranggebiete auf der Ebene der Regional- und Bauleitplanung aus, stellt aktuelle Forschungsvorhaben vor und initiiert neue Vorhaben.

Im Jahr 2012 sind mehr als 1000 neue Windanlagen mit einer Leistung von mehr als 2.400 Megawatt installiert worden, was einen Zuwachs von rund 20 Prozent gegenüber 2011 bedeutet. Niedersachsen ist mit mehr als 5.400 installierten Windrädern Spitzenreiter unter den Bundesländern, gefolgt von Brandenburg (rund 3.100), Schleswig Holstein (rund 2.900) und Nordrhein-Westfalen (rund 2.900 Anlagen). Die meisten neuen Anlagen entstanden im Jahr 2012 in Niedersachsen und Schleswig-Holstein: Dort wurden 289 Anlagen mit rund 690 Megawatt Leistung errichtet. Insgesamt deckte Windenergie in 2012 rund acht Prozent des deutschen Strombedarfs. Für 2013 wird ein Wachstum von 23 bis 44 Prozent gegenüber dem Vorjahr erwartet, allerdings vorrangig für Offshore-Anlagen.


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