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Nachhaltigkeit

Nachhaltiger Lebensstil und exotischer Früchte

Bei uns sind exotische Früchte wie Ananas und Papaya beinahe schon alltäglich. Beim Einkauf achtet eine Vielzahl von Verbrauchern bei Lebensmitteln in erster Linie auf den Preis und macht sich keine großen Gedanken darum, ob man damit zur Armut in den Entwicklungsländern oder zur Zerstörung der Umwelt beiträgt. Nachhaltiger Konsum ist jedoch möglich, wenn man mit Köpfchen einkauft.

Aus Mittelamerika, aus Indien, Südostasien, aus Australien und China gelangen tropische Früchte auf langen Transportwegen in unsere Supermärkte. Die Kleinbauern, die sie anbauen, können vom Erlös ihrer Produkte oftmals kaum überleben. Eine große Zahl von Menschen arbeitet außerdem auf riesigen Obstplantagen; für den geringen Lohn, den sie als Pflücker und Pflückerinnen verdienen, setzen sie sich hohen Gesundheitsgefahren aus.

Heute weiß man, in welchem Ausmaß Ananasplantagen in Costa Rica die Umwelt schädigen, weil sie unter dem Einsatz von großen Mengen Pestiziden bewirtschaftet werden, die das Grundwasser belasten. Die Menschen in der Umgebung der Plantagen müssen über Tankwagen mit sauberem Wasser versorgt werden. Bei uns kostet eine Ananas aus derartigen Monokulturen oft nicht mehr als einen Euro, doch müsste einem jeder Bissen eigentlich im Halse stecken bleiben. Der Transport zu uns über weite Strecken, der damit verbundene hohe Energieverbrauch und die CO2-Emissionen sind weitere Faktoren, die es zu bedenken gilt.

Aus Umweltgründen gänzlich auf tropische Früchte zu verzichten, kann nicht die Lösung sein, da den Menschen in den Anbauländern eine wichtige Einnahmequelle genommen würde. Jedoch ist die Entscheidung für Früchte aus biologischem Anbau und fairem Handel ein wichtiger und richtiger Schritt zu nachhaltigem Konsum. Auch im Ausland gewinnt der biologische Anbau, wenn auch nur langsam, an Bedeutung. Freilich kosten ökologisch erzeugte Früchte etwas mehr, dafür muss man sich auch nicht vorhalten lassen, zum Gifteinsatz auf den Feldern der betreffenden Länder beizutragen. Letztendlich hat nachhaltiger Konsum natürlich auch immer etwas mit Verzicht zu tun. Einige exotische Früchte wie Kiwis kann man im eigenen Garten oder auf dem Balkon selbst ziehen. Außerdem gibt es auch viele einheimische schmackhafte Obstsorten, die mit Mango und Co durchaus mithalten können.


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