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Umweltschutz

Musik , Mode und Umweltschutz

Die Welt der Mode und Ökologie scheinen auf den ersten Blick einen Widerspruch in sich zu bilden, doch versucht eine ganze Reihe von Modemachern seit Jahren, mit ihren Kollektionen ökologischen Ansprüchen gerecht zu werden. Bei der im halbjährlichen Rhythmus stattfindenden Fashion Week Berlin gehörte im Juli 2013 zum ersten Mal eine Diskussionsplattform zum Programm, welche Unternehmer, Designer und Aktivisten zusammenführen sollte, um sich über Modeprojekte auszutauschen, die der Gefährdung des Ökosystems der Weltmeere entgegenwirken. Pharell Williams, ein Mode-Designer und gleichzeitig sehr einflussreicher US-Popmusikproduzent, war der Stargast der Veranstaltung.

Williams arbeitet seit 2008 mit der Firma Bionic zusammen, die hochwertige Textilfasern aus recycelten Kunststoffflaschen herstellt, um daraus Schutzbezüge für Boote, Möbel oder Mode zu produzieren. Auf der Fashion Week warb Williams um neue Abnehmer für die Bionic-Produkte, aufgrund seiner großen Popularität ein Erfolg versprechendes Unterfangen. In Deutschland, Frankreich und den USA besetzen im Sommer 2013 von ihm geschriebene und produzierte Songs in den Charts die obersten Plätze. Pharell Williams bezeichnet sich selbst als Durchschnittsmenschen, der sich in Sachen Nachhaltigkeit nicht unbedingt vorbildlich verhält. Er versuche möglichst oft, bewusst zu konsumieren, doch ein absoluter Verzicht widerspreche nun einmal der menschlichen Natur. Während Mäßigung zur Zufriedenheit führe, mache ein totaler Verzicht unglücklich. Bei Bionic versucht man, zu einem Umdenken der gesamten Industrie beizutragen, damit Recycling zum Standard wird. Auf diese Weise habe der Konsument nicht mehr das Gefühl, auf etwas verzichten zu müssen.

Auch als Musikproduzent will Pharell einen Beitrag zum Umweltschutz leisten, indem er seine nächste Scheibe nur noch digital veröffentlichen wird. Die Produktion von CDs soll keinen unnötigen Müll verursachen, auch wenn ihm das Artwork eines Albums sehr wichtig ist. Derzeit arbeitet Pharell an einem Konzept, um das Gesamtkunstwerk aus CD und Cover in eine digitale Form zu übersetzen. Der Macher ist ein Hoffnung machendes Beispiel für eine gelungene Symbiose zwischen Musik und nachhaltiger Mode.

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