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Algen

Energiegewinnung aus Algen

Algen gewinnen als regenerativer Rohstoff zunehmend an Bedeutung. Sie dienen in der Medizin, in der Pharmazie, in Nahrungsmitteln, in Tiernahrung, in der Kosmetikindustrie, bei chemischen Anwendungen und bei der Energiegewinnung als Ausgangsstoff. Die Firma "ecoduna" entwickelte eine wegweisende Technologie zur Algenproduktion, die im Februar 2014 mit dem Energy Globe World Award ausgezeichnet wurde, der jährlich in fünf Kategorien vergeben wird.

Das nachhaltige Konzept ist dem Vorbild der Natur nachempfunden, denn Vorstandschef Martin Mohr ist davon überzeugt, dass nichts in der Natur ohne Grund geschieht. So dienen die Blätter der Bäume im Wald der Regulierung des Wärme- und Feuchtigkeitshaushalts der Pflanzen. Bei der Anlage von ecoduna folgen über Sonnenenergie betriebene Reaktorelemente ständig dem Verlauf der Sonne und halten die Algen dauerhaft in einer ideal belichteten Zone. In der 250 Quadratmeter großen Anlage, die keine Agrarflächen beansprucht, werden sie zu verschiedenen Zwecken gezüchtet, vorrangig zur Erzeugung hochwertiger Öle und zur Herstellung von Biotreibstoff. Die restliche Biomasse wird zu Futtermitteln, unter anderem für Rinder und Ziegen, verarbeitet. Die Gewinnung von Omega-3-Fettsäuren birgt die Hoffnung, dass auf diesem Sektor eine Entlastung des Meeresfischfangs erzielt werden kann.

Die Technologie von ecoduna, die seit Oktober 2012 eingesetzt wird, hat mittlerweile auch international Bekanntheit erreicht. In wasserarmen Ländern wie Indien, Saudi Arabien, China und Japan soll die Technik eingesetzt werden, um Fischfutter zu produzieren und gleichzeitig Abwasser von Nitraten zu reinigen. Auf dem Sektor des Biotreibstoffs besitzen Algen ebenfalls ein hohes Potenzial, als Nachteil gelten bislang jedoch die hohen Kosten.

Im Europäischen Parlament ist bis 2020 geplant, dass mineralischem Diesel sechs Prozent Biodiesel beigemischt werden soll, in Deutschland ist diese Quote schon annähernd erreicht. Ein Drittel des Biodiesels soll dabei aus Rohstoffen gewonnen werden, der weder als Nahrungs- noch als Futtermittel verwendet wird. Und das trifft für die Algen durchaus zu. An drei Standorten hat ecoduna bislang Photobioreaktoren gebaut: Die Demonstrationsanlage in Bruck an der Leitha (Österreich), in Vattenfall in Deutschland und in Kalundborg in Dänemark.




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