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Artenvielfalt

Die Rettung des Teufels

Der Beutelteufel oder Tasmanische Teufel kommt heute nur noch in Tasmanien vor, einer 240 km südlich des australischen Festlandes gelegenen Inselgruppe. Seit den späten 1990er Jahren gefährdet ein ansteckender Tumor die Tiere und hat bereits mehr als 80 Prozent der Population vernichtet. Biologen wollen nun versuchen, die Art zu retten, indem sie 50 Exemplare auf eine benachbarte Insel umsiedeln, wo eine neue Population entstehen soll.

Noch gibt es rund 35.000 Tasmanische Teufel, doch sterben von dem Tumor befallene Tiere innerhalb weniger Monate. Die Wissenschaftler können nur wenig tun, um die Krankheit einzudämmen, deswegen soll eine Gruppe der Tiere zunächst in Quarantäne beobachtet werden und von der Tasmanischen Hauptinsel auf die nahe gelegene Insel Maria Island umziehen. Die Forscher hoffen, dass es so gelingt, innerhalb der nächsten Jahre eine gesunde Reserve-Population entstehen zu lassen. Einige Beutelteufel wurden nach einem positiven Gesundheits- und Verhaltenstest bereits umgesiedelt, innerhalb einiger Wochen sollen weitere folgen. Die Biologen des "Save the Tasmanian Devil Program" stellten erfreut fest, dass die umgesiedelten Tiere sich offensichtlich gut eingefügt haben und begonnen haben, sich fortzupflanzen.

Im gesunden Zustand sehen die größten noch lebenden Raubbeutler recht putzig aus; sie weisen ein schwarzes Fell mit einem weißen Brustring auf und ihre Ohren verfärben sich bei Aufregung tiefrot. Das Projekt könnte helfen, das Aussterben der Art zu verhindern, doch gibt es nicht nur Befürworter. Zwar ernähren sich tasmanische Teufel vorwiegend von Aas und verendenden Tieren, doch umfasst ihr Nahrungsspektrum auch kleinere Säugetiere, Vögel, Frösche und Reptilien. Vogelschützer befürchten, dass sie bestimmten Arten gefährlich werden könnten.

Die Forscher sind sich dessen bewusst, dass sich das Ökosystem auf Maria Island durch den Umzug verändern wird. Aufgrund der in der Vergangenheit durchgeführten Analysen und einem Überwachungsprogramm für eventuell gefährdete Arten geht man jedoch nicht davon aus, dass die Neubürger ein Risiko darstellen.



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