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Sommer

Designerstücke aus Fahrradschrott

In den Niederlanden gibt es 18 Millionen Fahrräder, das ist eine Million mehr als die Zahl der dort lebenden Einwohner. Jedes Jahr wird eine Million neuer Fahrräder gekauft, es fällt also eine Menge Fahrrad-Schrott an. Die Behörden transportieren jährlich zehntausende Räder ab, die an einer falschen Stelle geparkt oder einfach stehen gelassen werden. Die Möglichkeit, sein Radl gegen die Zahlung einer Geldbuße wieder einzulösen, nutzen die wenigsten Besitzer. Die nicht eingelösten Drahtesel werden an Fahrradhändler verkauft oder versteigert.

Zwei holländische Jungunternehmer kaufen alte Drahtesel, um diese auszuschlachten und aus den Bestandteilen Designerstücke zu fertigen. Im Jahr 2012 gewannen sie für Ihre Geschäftsidee 10.000 Euro bei einem Startup-Wettbewerb, seitdem bauen sie aus Fahrradteilen Nachttischlampen und Hocker, stellen Gürtel und Armbänder her und vertreiben die Stücke über das Internet. Die erste Bestellung ging bereits einige Tage nach Geschäftsstart aus Australien ein, von den Kunden des jungen Unternehmens stammen etwa die Hälfte aus den Niederlanden und die andere Hälfte aus dem Ausland.

Da die Niederlande die Fahrradnation par excellence sind, wird der Nachschub an Bauteilen aller Voraussicht nach nie versiegen. Als nächsten Schritt planen die Designer eine Kooperation mit Souvenirläden. Das Potenzial hierfür schätzen sie positiv ein, da das Fahrrad etwas typisch Holländisches ist. Von den erworbenen Alt-Rädern werden möglichst immer alle Teile wieder verwendet und einem neuen Bestimmungszweck zugeführt. Ein weiterer Unternehmenszweig ist die Reparatur gebrauchter Räder, bei der alte Rahmen mit neuen Ersatzteilen bestückt werden.

Fahrradfahren ist eine sehr umweltfreundliche und nachhaltige Art des Transports, doch "The Upcycle" hat auch eine soziale Komponente: Das Unternehmen arbeitet mit der Stiftung "Stunt" zusammen, bei der Arbeitslose eine Ausbildung für neue Jobs erhalten. Mitarbeiter von Stunt fertigen monatlich eine gewisse Anzahl von Armbändern und Gürteln. Natürlich streben die beiden Gründer auch an, Profit zu machen, den sozialen Aspekt wollen sie dabei aber nicht übersehen. Mehr Informationen findet man im Internet hier: www.theupcycle.nl


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