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Gierige graue Zellen verlangen nach Glucose

Das menschliche Gehirn braucht viel Energie, um vollständig und rund um die Uhr seine hochkomplexe Aufgabe erledigen zu können. Der Motor stellt hierbei die Glucose dar, die jedoch zusätzlich auch für den Energiebedarf der Muskeln und Organe, sowie dem Fettgewebe benötigt wird. Doch das Gehirn ist in Sachen Nervennahrung recht schlau und sorgt mit bestimmten Abläufe dafür, dass es in der Verteilung der Glucose nicht zu kurz kommt.

In dem äußerst komplexen Ablauf sendet das Großhirn je nach vorhandenem Energiebedarf Signale an die Areale Hippocampus, Hypothalamus und Amygdala aus. In diesen Bereichen finden die wichtigen Steuerungen für die Motorik, die Fortpflanzung, sowie das Essen und Trinken ab. Im weiteren Verlauf zerlegen nun der Hippocampus und die Amygdala das eingehende Signal in zwei Komponenten, die wiederum unterschiedliche Aktivitäten auslösen und eine Regulierung der Zuckerressourcen zwischen dem Kopf und dem Körper und der Verteilung der Glucose verursachen. Der Hypothalamus hingegen sendet wiederum Signale über die Hormonausschüttung und der Nerven aus, die gleichzeitig eine die Nahrungsaufnahme ebenso beeinflussen als auch die eigentliche Energieverteilung. In diesem Zusammenspiel wird im besonderen Maße das Stresssystem und vor allem das sympathische Nervensystem einer Regulierung unterworfen.

Kommt es aufgrund der Signalgabe des Hypothalamus zu einem höheren Appetit, wird der Mensch folglich dazu bewogen Nahrung zu sich zunehmen. Durch den Vorgang es Essens und der Signalübertragung kommt es zu einem Mehr an Blutzucker im Blutkreislauf, was einer gezielten Energiebereitstellung gleichkommt. Viele Faktoren, und hier unter anderem Stress, beeinflussen den Hirnstoffwechsel und lösen mitunter eine dauerhafte Überversorgung mit Nährstoffen aus.

Die Glucose selbst gelangt eben über die Nahrungsaufnahme und somit über das Blut in das Gehirn und viele weitere Bereiche des Organismus. Als Helfer finden sich hier das Protein Glucosetransporter Glut 1 für die Versorgung des Gehirns und Glut 2, der dafür Sorge trägt das die Muskeln, Organe und andere Bereiche des Körpers ihre Energie erhalten. Doch schlussendlich ist das Gehirn der eigentliche Verteiler, denn in erster Linie ?zieht? es sich selbst die wichtige Glucose und verteilt anschließend den Rest auf die anderen Körperareale.

Aufgrund dieser Tatsache lässt sich dann auch sehr schnell nachvollziehen, weshalb zum Beispiel Traubenzucker bei einem Leistungsabfall empfohlen wird. Dieser ?schießt? regelrecht durch die Blutbahnen und gibt dem Gehirn die Möglichkeit den Motor zur reibungslosen Funktion wieder anzuwerfen und voranzutreiben.
Doch geht man nun von der Annahme aus, dass die Versorgung mit einem Mehr auch gleichzeitig Superleistungen des Gehirns nach sich zieht, wird sich enttäuscht sehen, denn was zu viel ist wird einfach an den Rest des Körpers abgegeben, was sich dauerhaft wiederum mit dem berühmten Hüftgold sehr eindrucksvoll belegen lässt.

Quelle: Chirurgie Portal

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