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Bergwandern

Bergfreunde handeln naturverträglich

Die Anfänge des Bergsteigens kann man auf das 14. Jahrhundert datieren, doch die Besteigung des Mount Everest im Jahr 1953 war eine echte Pionierleistung: Edmund Hillary und Tenzing Norgay waren die ersten Menschen, die auf dem höchsten Punkt der Erde standen. Bergsteiger galten damals noch als Abenteurer oder als verschrobene Außenseiter. Seither haben sich Technik und Ausrüstung immer weiter verbessert, und immer mehr Menschen lassen sich von der Schönheit der Bergwelt faszinieren.

Der Deutsche Alpenverein (DAV) hat heute mehr als 700.000 Mitglieder und ist damit der größte Bergsteigerverein weltweit. Die Lust, sich im Freien zu bewegen und die gesundheitsfördernden Eigenschaften sportlicher Betätigung sowie nicht zuletzt der Nervenkitzel haben das Bergsteigen und Bergwandern zu einem Hobby für die ganze Familie werden lassen. Mittlerweile stehen zahlreiche künstliche Klettersteige und Trainingsanlagen zur Verfügung, denn die Fitnessindustrie hat den Trend natürlich frühzeitig erkannt und ein Bild der Berge als Abenteuer-Sportpark erschaffen.

Auch, wenn es verlockend erscheinen mag, ein Ziel auf bisher unbegangenen Pfaden zu erreichen, ist es dennoch empfehlenswert, sich beim Bergsteigen und Wandern im Gebirge auf markierte Wege zu beschränken. Diese Empfehlung wird nicht nur ausgesprochen, damit Bergwanderer ihre Exkursionen unbeschadet überstehen, sondern auch, damit ökologisch sensible Flächen möglichst geschont werden. Selbst bei kleinen unbedachten Abkürzungen kann nämlich je nach Untergrund beispielsweise eine Verletzung der Grasnarbe entstehen, die sich auf Dauer zu einer großflächigen Bodenzerstörung auswächst. Kleine Abstecher sollte man sich ausschließlich oberhalb der Baumgrenze und auch dort nur ausnahmsweise erlauben. In besonders ausgewiesenen Schutzgebieten dürfen die markierten Wege nicht verlassen werden.

Beim Durchqueren von Almweiden sollte man Vorsicht walten lassen, vor allem wenn sich Muttertiere mit ihren Jungen auf der Weide befinden. Weidegatter sind unbedingt nach dem Durchqueren wieder zu schließen. Wer auf die Idee kommt, Blumen oder Pflanzen zu pflücken, sollte sich eines Besseren besinnen und lieber Fotos machen, damit sich auch die nächsten Wanderer noch daran erfreuen können. Dass man keinen Müll in der Natur zurück lassen sollte, ist eigentlich eine Selbstverständlichkeit. Aber auch kompostierbare Speisereste verrotten im Gebirge deutlich langsamer als im Tal, so dass man diese ebenfalls wieder mitnehmen sollte.

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