Wenn die Sonne lacht soll die Haut nicht weinen
Nach dem langen, dunklen Winter freut sich der Mensch jetzt über mildere Temperaturen und längere Tage. Endlich wieder hinaus ins Freie, endlich wieder mehr Bewegung in frischer Luft; allein die Vorfreude darauf kann manchmal schon belebend wirken. Umso trauriger ist es dann, wenn mit der Sonne und dem Aufenthalt unter freiem Himmel plötzlich Probleme auftreten. Da fällt zum Beispiel gleich das erste Sonnenbad etwas zu intensiv aus, da sticht ein Insekt zu oder man verträgt die eigentlich doch so bewährte UV-Schutzcreme mit einem Mal nicht mehr. Was auch immer die Ursache ist, die Folgen zeigen sich an der Haut. Rötungen, Schwellungen oder kleine Pickelchen sind ein sicheres Indiz dafür, dass der Körper sich gegen etwas wehrt, was ihm ganz und gar nicht gut tut. Jetzt ist guter Rat teuer, wenn der junge Sommer nicht zu einem monatelangen Albtraum werden soll.
Der Rückzug in den Schatten und grundsätzlich auch eine Kühlung der Haut sind stets die allerersten und schnellsten Maßnahmen, die man bei Hautreizungen ergreifen kann. In aller Regel reichen sie aber nicht aus. Als erste Hilfe bei kleinen Sonnenbränden kann eine Creme mit niedrigdosiertem Hydrocortison Linderung verschaffen. Hydrocortison ist ein Hormon, das ganz natürlich im Körper vorkommt. Das Hydrocortison allerdings, das in Hautpräparaten und Medikamenten enthalten ist, wird synthetisch produziert. Genau wie sein natürliches Vorbild hat es aber die Eigenschaft, Entzündungen zu hemmen und antiallergisch zu agieren. Damit sind zwei große Ursachenfelder für sommerliche Hautbeschwerden bestens abgedeckt.
Hydrocortison hilft zuverlässig bei Rötungen, Schwellungen und Juckreiz verursacht durch Sonnenbrand oder Insektenstiche. Hohe Konzentrationen dieses Wirkstoffs findet man in Präparaten, die vom Arzt verschrieben werden müssen. In niedriger Konzentration - etwa einem Anteil von 0,5 Prozent - sind Präparate mit Hydrocortison jedoch auch frei erhältlich und können unbedenklich sogar bei Kindern ab 6 Jahren angewendet werden. Wichtig ist allerdings, dass eine entsprechende Crème oder ein Spray nur äußerlich und nicht länger als zwei Wochen am Stück angewendet wird.
Apropos Spray. Diese Darreichungsform ist besonders praktisch, wenn die Problemstellen der Haut schwer zu erreichen sind. Das ist zum Beispiel immer dann der Fall, wenn die Problemzone stark behaart ist oder wenn sie besonders sensibel und deshalb berührungsempfindlich ist. Dann wird der feine Spraynebel sich trotzdem auf die entzündeten Partien legen und den Linderungsprozess einleiten können. Für alle anderen Hautpartien bietet sich dagegen eine Creme an, die Hydrocortison in niedriger Dosierung enthält.
Am besten ist es natürlich, wenn Hautprobleme gar nicht erst auftreten. Dafür kann man gerade am Anfang des Sommers einiges tun. Zu ausgiebige Sonnenbäder in den Mittagsstunden sollten gemieden werden; grundsätzlich ist es zudem ratsam, eine gute Sonnenschutzcreme aufzutragen. Alkohol und Sonne vertragen sich ebenso wenig wie einige Medikamente und Sonne. Wer regelmäßig auf Arzneien angewiesen ist, sollte deshalb zum Frühlingsanfang nochmals aufmerksam die Packungsbeilage lesen.